Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Weiningen, Unterengstringen, Geroldswil und Oetwil
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Fragen zum Thema Verein


Verschiedene Fragen tauchten rund um die Gründung des Vereins auf:

1. Können alle diese Pläne nicht über die Kirchgemeinde finanziert werden?

Am Beginn der Gründung des Vereins stand die klare Erkenntnis in der Kirchenpflege: Wir werden in Zukunft sparen müssen. Die finanzielle Situation ist nicht dramatisch, aber zusätzliche regelmässige Ausgaben sind nicht mehr möglich. In Zukunft wird es nötig sein, Einsparungen vorzunehmen, und nicht neue Stellenprozente aufzubauen.

2. Können wir nicht einfach die Steuern erhöhen?

Zuletzt tauchte auch die Frage nach zusätzlichen Steuerprozenten auf. Dazu eine Stellungnahme von Barbara Haller (Präsidentin der Kirchenpflege): "Der Verein soll der Kirchgemeinde zusätzliche, aufbauende Möglichkeiten (zusätzliche Stellenprozente, zusätzliche Anschaffungen) eröffnen. Eine allfällige Erhöhung des Steuerfusses hingegen soll den dringenden Hauptaufgaben der Kirchgemeinde zugutekommen. Auf lange Sicht, d.h. auf die nächsten 8-10 Jahre macht dieses Vorgehen Sinn: Die Kirchgemeinde sieht sich mit voraussichtlich kleiner werdenden Einnahmen und grossen anstehenden Sanierungen konfrontiert, die bewältigt werden müssen. Da sollen mit den Steuereinnahmen die Kernaufgaben der Kirchgemeinde getragen werden. Ein Verein, der Zusätzliches möglich macht, wird je länger, je wichtiger werden."

3. Haben Vereine nicht die Gefahr, eine Kirchgemeinde zu spalten?

Es kam schon vor, dass Vereine in einer Kirchgemeinde für Unruhe sorgten, weil sie selber Personen anstellten und damit die Leitungsfunktion von Konvent und Kirchenpflege umgingen. Um das zu vermeiden, wurden die Statuten innerhalb der Kirchenpflege sehr ausführlich diskutiert und sorgsam gestaltet.
Das Resultat: Bei uns werden alle Anstellungen über die Kirchgemeinde laufen. Der Verein kann zwar Vorschläge machen, wird aber selber keine Anstellungen vornehmen. So ist es auch in den Statuten festgehalten.
Ausserdem sind Kirchenpflege und Mitarbeiterkonvent im Vorstand des Vereins vertreten.

4. Kann die anfallende Arbeit nicht durch mehr Freiwilligenarbeit getan werden, anstatt zusätzliche Stellenprozente zu schaffen?

Freiwilligenarbeit wird immer wichtiger, je aktiver eine Kirchgemeinde ist. Es hat sich aber bei einer Untersuchung in Deutschland gezeigt, dass Kirchgemeinden davon profitieren, wenn genügend Stellenprozente zur Verfügung stehen - und nicht wenige dieser Stellen wurden geschaffen, um die vielen freiwilligen MitarbeiterInnen besser betreuen zu können.
Aber es hat sich auch gezeigt: Manche verantwortungsvolle Tätigkeiten lassen sich besser gestalten, wenn man dafür auch offiziell angestellt ist. Das Beispiel mehrerer Kirchgemeinden auch in der Schweiz (z.B. Gossau, Gellertkirche Basel, usw.) zeigt, dass zusätzlich geschaffene Stellenprozente den Aufbau der Gemeinde fördern.

5. Warum braucht es mehr Stellenprozente? Fällt nicht auch weniger Arbeit an, wenn die Zahl von Reformierten zurückgeht?

Langfristig sicher. Aber zunächst bleibt die Arbeit fast gleich. Die Beerdigungen nehmen nicht ab, weil eher Personen mittleren Alters austreten. Weil sich im Vergleich zu früher auch mehr Personen in unserer Kirchgemeinde engagieren und das Angebot ausgeweitet worden ist, nahm die Arbeit in manchen Bereichen sogar zu.

6. Was passiert, wenn die Aktivitäten des Vereins sich nicht bewähren?

Die Sorge hinter dieser Frage: Wenn man einmal Stellenprozente geschaffen hat - bleiben die bestehen, auch wenn kein Unterschied zu vorher spürbar wird? Bei Spendengeldern ist diese Gefahr wohl geringer, als sonst. Niemand möchte nach fünf Jahren noch weiter spenden, wenn er nicht den Eindruck hat, das Geld sei gut angelegt. Die Erfahrung mit anderen Vereinen ist eher die: Neue Menschen werden erreicht und die Aktivität des Vereins weitet sich noch aus.

7. Werden Personen aus der Kirche austreten, um den Verein zu unterstützen?

Auch diese Frage tauchte auf. Aber diese Tendenz hat sich nirgends gezeigt, wo Vereine in Kirchgemeinden gegründet wurden. Wir wollen die Verbundenheit mit der Kirchgemeinde in der Bevölkerung stärken und nicht abbauen.

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